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DIN 1988 T3  /  Maximale Fließgeschwindigkeit  /  Berechnungsgrundlage  /   Berechnungshilfen  /  Software

DIN 1988 T3

Die DIN 1988 (Technische Regeln für Trinkwasserinstallationen) beschreibt in Teil 3 die Berechnungsgrundlagen für die Ermittlung der Rohrdurchmesser.

Die Ermittlung der Rohrdurchmesser beruht auf der Berechnung des in den Leitungen entstehenden Druckverlustes. Dieser ist außer vom Durchmesser, der Leitungslänge und dem Rohrwerkstoff auch vom Durchfluss abhängig, also von der Anzahl und Größe der angeschlossenen Entnahmestellen. Der an jeder Entnahmestelle geforderte Berechnungsdurchfluss ist für die Ermittlung des Spitzendurchflusses die Ausgangsgröße.

Die Gleichzeitigkeit der Benutzung bzw. der sich daraus ergebende Spitzendurchfluss eines Leitungsabschnittes ist unter Zugrundelegung der Rechnungswerte der DIN 1988 T 3 zu bestimmen.

Maximale Fließgeschwindigkeit


Ein weiteres Kriterium für die Auswahl der Rohrdurchmesser ist die maximal zulässige Fließgeschwindigkeit. Aus schalltechnischen Gründen und zur Begrenzung von Druckstößen darf die rechnerische Fließgeschwindigkeit die Werte der unten stehenden Tabelle nicht überschreiten.

 

*     z.B. Kolbenschieber nach DIN 3500, Kugelhahn, Schrägsitzventile nach DIN3502 (ab DN 20)
**     z.B. Geradesitzventile nach DIN 3512

Leitungsabschnitt
max. rechnerische
Fließgeschwindigkeit
bei Fließdauer
m 15 min.
L 15 min.
Anschlussleitungen
2
2
Verbrauchsleitungen: Teilstrecken mit
druckverlustarmen
Durchgangsarmaturen (l 2,5) *
5
2
Teilstrecken mit
Durchgangsarmaturen
mit höherem
Verlustbeiwert **
2,5
2

Berechnungsgrundlage

Die Neufassung der DIN 1988 sieht einen vereinfachten, sowie einen differenzierten Berechnungsvorgang vor. Das vereinfachte Verfahren eignet sich für übersichtliche Leitungsführungen z. B. in Wohngebäuden.

Im differenzierten Verfahren werden alle Leitungs- und Einzelwiderstände lückenlos erfasst. Dieses Verfahren bietet die wohl größte Genauigkeit und beste Annäherung an die tatsächlichen Betriebsverhältnisse.

Für die Ermittlung der Rohrdurchmesser werden folgende Daten benötigt:

  • Mindestversorgungsüberdruck oder ausgangsseitiger Druck nach Druckminderventil oder Druckerhöhung
  • geodätischer Höhenunterschied
  • Druckverlust aus Apparaten z.B. Wasserzähler, Filter, Enthärtungsanlagen etc.
  • Mindestfließdrücke der verwendeten Entnahmearmaturen
  • Rohrreibungsdruckgefälle des verwendeten Rohrwerkstoffes
  • Verlustbeiwerte für die verwendeten Form- und Verbindungsstücke

 

Berechnungshilfen  /  Software


Die Berechnung von Trinkwasserrohrnetzen nach DIN 1988 wird in der Regel  mit hierfür vorgesehener Software durchgeführt.

Für IBM kompatible Personalcomputer unter Betriebssystem Windows bietet aquatherm das selbstständige und einfach zu bedienende Berechnungsprogramm „liNear“ an, das Sie bei Interesse mit oder ohne Schulung direkt über die Firma aquatherm beziehen können.

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