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Neue Rasenheizung für das Stadion des Fußballclubs Dynamo Minsk

TN1/12.02.18 „Ein Freund in der Not ist ein wahrer Freund.“ Diesen Ausdruck hat sich unser aquatherm Partner Aleksej Tarasov aus Minsk zu seinem Lebensmotto gemacht, als er als seine Montage- und Handelsorganisation gründete. Das kleine und schöne Land Belarus mit seinen weitläufigen Wäldern erinnert sehr stark an das Sauerland.

Bereits in den 1990ern wurde Aleksej zum Rasenheizungsspezialisten und ent-wickelte mit seinen Kollegen Rohreinzugsvarianten in bestehende Flächen.

2013 wurden für nahezu alle Fußballclubs der Minsker Region umfangreiche Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen beschlossen. Ziel war es, die Stadien so umzubauen und aufzurüsten, dass sie den Anforderungen des europäischen Fußballverbandes UEFA entsprechen. Dazu zählte auch die im Jahr 2000 errichtete Arena von „Dynamo Minsk“. 

2014 erfolgte die Konkretisierung erster Pläne. Damit begann für Aleksej und aquatherm ein langer Weg.

2015 führte aquatherm alle Berechnungen und Planungen für die Rasenheizung durch. Ermittelt wurden 1796 KW Wärmeleistung und 150 KPa bei einem Durchfluss von 10³·88 kg/h.

2016 änderte sich plötzlich alles: Die FIFA forderte im Verbund mit der lokalen Verwaltung, den Platz zu einer Mehrzweckanlage umzurüsten. Im Rahmen der Jugendarbeit sollten alle Leichtathletik Sportarten ausgeübt werden können. Die Disziplin Speerwurf stellte eine Herausforderung dar. Mit Hilfe der „Deutsche Sporthochschule Köln“ und dem „Bayerischen Leichtathletik-Verband e.V.“ wurde festgestellt, dass ein Speer nie tiefer als 150 mm in den Boden eindringt.

2017, also erst vier Jahre nach Beschluss der Modernisierungsmaßnahmen, kam es zum Auftrag. Dabei konnte unser Partner mit Sicherheit bei der Auslegung vom System und seiner Erfahrung bei der Installation punkten. Diese Entscheidung zahlte sich auf der Baustelle aus: Nach mehreren Pannen, bei denen Bagger und andere Maschinen die Rasenheizung beschädigten, war immer ein Mitarbeiter von aquatherm Belarus vor Ort, um operativ zu helfen. Somit war der Auftraggeber glücklich und wir alle eine Erfahrung reicher. 

 

Die besonderen Projektherausforderungen und unsere Lösungen:

Bei Leichtathletikanlagen muss eine Verlegetiefe von mehr als 150 mm gewährleistet sein.

  • Die Montage bei einer Umgebungstemperatur von +35 °C (+40 °C in der Sonne / +17 °C in der Nacht) ist an den Windungen schwierig. Diese sollten extra befestigt werden, um das Abknicken zu verhindern. 
  • Der Sicherheitsabstand zu den Pumpen ist einzuhalten, da diese - bei manchen Herstellern - unter Volllast zu heiß werden können. 
  • Bei 100% Auslastung kann es dazu kommen, dass die Verteilerleitung sich durch die Ausdehnung der Flächenleitung um ein paar Zentimeter anhebt. Daher sollte man die Leitung nach Möglichkeit nach dem Zuschütten/Auffüllen aufheizen und den Druck prüfen. 




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