Schweißverbindungen für Kunststoffrohre

Eine Schweißung im Kunststoffbereich ist eine stoffschlüssige Verbindung von zwei gleichartigen Werkstoffen. Es wird eine direkte Verbindung zweier Teile aus dem gleichen Werkstoff ohne Zusatz von Verbindungsmitteln hergestellt.

Für warm- und kaltgehende Trinkwasserleitungen in der Haustechnik werden folgende Schweißtechniken angewandt.

Heizelement-Muffenschweißen

Heizwendel-Schweißen

Stumpfschweißen

Heizelement-Muffenschweißen

Beim Heizelement-Muffenschweißen werden Rohr und Rohrleitungsteile (Formteile) überlappend und ohne Verwendung von Schweißzusätzen miteinander verschweißt.

Zum Anwärmen von Rohr-Außen- und Formteil-Innendurchmesser ist ein Heizelement notwendig. Heizelement-Muffenschweißung kann mit einer Schweißmaschine oder mit einem Handschweißgerät ausgeführt werden.

Die Verbindung zweier Rohre erfolgt immer über ein Formteil wie z.B. Muffe, Bogen, T-Stück. Formteil, Rohr und die Heizwerkzeuge müssen maßlich durch Einhaltung der Grundnorm aufeinander abgestimmt sein.

Heizwendel-Schweißen

Die bei der Heizwendel-Schweißung verwendeten Elektroschweißfittings sind mit integrierten Widerstandsdrähten ausgerüstet, die beim Schweißvorgang mit elektrischem Strom beaufschlagt werden. Dadurch wird die Innenseite der Muffe und die Außenseite des Rohres auf Schweißtemperatur erwärmt. Durch die Erwärmung wird von beiden Bauteilen Schmelze aufgebracht. Nach deren Abkühlung kommt es zu einer unlösbaren, homogenen Verbindung. Die Zuführung der notwendigen elektrischen Energie erfolgt automatisch durch geeignete Schweißgeräte. Durch die im Barcode definierte und vom Schweißgerät erkannte Temperaturkompensation werden Umwelteinflüsse berücksichtigt.

Stumpfschweißen

Beim Heizelement-Stumpfschweißen werden die Verbindungsflächen der zu schweißenden Teile am Heizelement unter Druck angeglichen, anschliessend mit reduziertem Druck auf Schweißtemperatur erwärmt und nach Entfernung des Heizelementes unter Druck zusammengefügt.